Neuerscheinungen 2014

F16
Beurteilung von Jagdrevieren und Eingriffen in Jagdausübungsrechte
Alois Burger

 

 

Leseprobe

ZU DIESEM HEFT
Alois Burger hat umfangreiche Erfahrung in der Beurteilung von Jagdrevieren
und Jagdausübungsrechten. Wesentliche Teile dieser Tätigkeit entfallen auf die
Ermittlung jagdlicher Wertminderungen, die durch öffentliche Maßnahmen, zumeist Straßenbauten oder privatwirtschaftliche Maßnahmen wie Windenergieanlagen, ausgelöst werden. Beispiele sind die in diesem Schriftenreiheheft zusammengestellten Gutachten:
•  Ortsumgehungsstraße im GJB  Seite  1
•  Windkraftanlagen im Jagdrevier  Seite 19
•  Radweg im verpachteten EJB  Seite 39
Inhaber des Jagdausübungsrechts sind die Grundstückseigentümer und die
Jagdgenossenschaften. Sie nutzen dasJagdausübungsrecht häufig durch Verpachtung, die Jagdgenossenschaften wohl regelmäßig durch Verpachtung. Der
Fall des selbstbewirtschafteten Eigenjagdbezirks kommt in der Praxis nicht
selten vor, in der hier vorgelegten Gutachtenauswahl jedoch nicht.
Beide, Verpächter und Pächter desJagdausübungsrechts, werden in ihren
Rechten wirtschaftlich betroffen, wenn eine Maßnahme des öffentlichen Interesses eingreift. Vorliegend interessiert es nicht, inwieweit der Grundstückseigentümer Anspruch auf Entschädigung hat. Es interessiert hier die Beeinträchtigung des Jagdausübungsrechts. BeimVerpächter geht es um den uneingeschränkten Wert des Rechts, beim Pächter um den auf die aktuelle
Pachtzeit eingeschränkten Wert des Rechts. Den Pächter betrifft, was sich in
der Pachtzeit ereignet und das ihm anfangszugesicherte Recht beeinträchtigt.
Eine Schädigung vor Beginn der Pachtzeit berührt das Recht des Pächters
nicht; denn er hat das Revier in Kenntnis des Mangels angepachtet. Seine
Rechte sind zeitlich und inhaltlich an den Pachtvertrag gebunden, wie das
Recht des Wohnungsmieters an den Mietvertrag.
Entschädigungsgrundlage ist der Marktpreisdes beeinträchtigten Wirtschaftsguts oder Rechts. Marktpreis des Jagdausübungsrechts ist der Jagdpachtzins.
Und die Entschädigung entspricht der Differenz zwischen dem vorherigen und
dem beeinträchtigten Jagdpachtzins pro Jahr. Dementsprechend wird die Methodik der Entschädigungsbemessung  Jagdpachtzinsdifferenzmethode genannt. Bei der Quantifizierung der Differenz bestehen Schwierigkeiten. Mit den
Gutachten in diesem Schriftenreiheheft wird zur Lösung der Schwierigkeiten
wirksam beigetragen. Alois Burger hat die methodischen Schritte, wie ich sie
vertrete, studiert und hat mit der Anwendung in vielen Fällen Problemlösungen
und Zustimmungen erreicht.
Bad Nenndorf,   Clemens Bewer

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